Viktor Frankl bezeichnete mit „Höhenpsychologie“ eine Psychologie der Sinngebung – die Psychologie der Höhendimensionen, also der transzendenzen, Werte und des Sinns, der Menschen selbst in Extremsituationen trägt.
Wesentliche Punkte:
- Fokus auf Sinn, nicht auf Triebe oder Neurosen alleine.
- Betonung der „Sache des Sinns“: Menschen finden Sinn durch Werte, Liebe, kreative Tätigkeit und den Umgang mit Leiden.
- Gegenposition zur klassischen Tiefenpsychologie (Freud) – statt nur Ursachen des Unbewussten geht es um Sinnfindung und Orientierung nach Höherem.
- Begriffsziel: Menschen können auch in widrigen Umständen „aufsteigen“ und ihrem Leben Sinn geben – das ist die Kernidee der Höhenpsychologie.
- Praktische Folge: Logotherapie – Therapieform, die Klienten hilft, Sinn zu entdecken, trotz Leid, Einschränkungen oder Unglück.

